Whisky mit oder ohne Eis trinken? – Steine

Beim Genuss des Whiskys entscheidet in erster Linie der eigene Geschmack. Es gibt besonders viele Arten von Whisky und jeder Geschmackssinn entwickelt hierbei seine Vorzüge. Die einen Genießer setzen auf Single Malt, andere wiederum mögen den amerikanischen Bourbon besonders gern.

Eine Frage, die sich bestimmt jeder von euch schon mal gestellt hat. Spätestens, wenn ihr mit großen Augen vorm Barkeeper steht, der fragt: „Whisky pur, oder mit Eis?“ – Herr Whisky (Youtube Kanal)

Manche Whiskygenießer bevorzugen weiche und sanfte Whiskys mit einer scharfen Sherry-Note, andere begehren den torfigen und rauchigen Geschmack der starken Schotten von Islay. Dazu kommt, in welchen Momenten der Genießer seinen Whisky trinken möchte.

Trinkt er diesen gemütlich zum Feierabend, kann es auf jeden Fall ein Genuss sein, wenn er ihn als mit Eis oder als Longdrink zu sich nimmt. Möchte der Genießer jedoch mehr Aromen schmecken und den Whisky in seiner kompletten Komplexität erfassen, bietet sich lediglich die ungekühlte Variante im dazu passenden Glas an. So hängt das Trinken von Whisky ganz vom persönlichen Geschmack ab. Generell gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten.

Whisky mit Eis genießen

Wer besonders cool sein möchte, der trinkt den Whisky „On the Rocks“ bzw. mit Eis. Generell erfrischt ein derartig kühler Drink vor allem im Sommer oder nach einem langen Arbeitstag, aber den Aromen in dem Whisky tut ein Übergießen auf Eis gar nicht gut. Dabei kühlt das Eis den Whisky ab, aber die Komplexität und die Vielfalt an Aromen entfaltet sich bei Zimmertemperatur erst richtig. Zudem verwässert das schmelzende Eis den Whisky schnell, je länger der Genießer an seinem Scotch on the Rocks trinkt. Generell ist es sinnvoll, wenn einige Tropfen nicht zu kaltes Wasser in den Whisky gegeben werden. Ganze Eisberge sind jedoch nicht von Vorteil.

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  • Wer aber nun nicht auf den Whisky mit Eis verzichten möchte, greift bestenfalls zu einem starken Blended Whisky, einem Rye Whiskey oder einem Bourbon.
  • Diese halten den Zusatz von besonders viel eiskaltem Wasser sehr gut aus. Wer die Kanten und die Ecken des Whiskys nicht abziehen und diesen nicht verwässern, aber trotzdem kalt trinken möchte, kann es einmal mit speziellen Whisky-Steinen anstatt mit Eis probieren.
  • Dabei werden die Steine im Tiefkühlfach vorbereitetet, geben aber kein Wasser ab.

Generell ist es so, dass sich ab dem Alkoholgehalt von mehr als 20 Prozent der Alkohol über die Geschmacksstoffe des Whiskys legt. Bei der Zugabe von Wasser lösen diese sich schnell aus der Verbindung. Dies kann der Genießer an den kleinen Wirbeln sehen, welche im Glas entstehen.

Bei einem Whiskygetränk mit Fassstärke sind grundsätzlich mehr Geschmacksstoffe von dem Alkohol eingeschlossen, als bei einem verdünnten Destillat. Daher macht es vor allem bei einem Cask Strength Whisky auf jeden Fall Sinn etwas Wasser dazuzugeben, um die “gestreckten” Aromen zu entfalten.

Generell muss jeder Genießer selbst wissen, ob dieser Eis in dem Whisky gibt oder nicht. Zugleich muss er die Erfahrung allein machen und diese am Ende bewerten, wie der Whisky am besten genießbar ist.

So trinken viele Whiskygenießer den Johnnie Walker Double Black in den warmen Monaten meistens mit einigen Eiswürfel. Auf diese Weise wird der alkoholische Geschmack etwas neutralisiert, die dieser auf jeden Fall besitzt. Zudem ist es jedoch im Sommer optimal, wenn ein kühles und erfrischendes Getränk genossen werden kann.

Vor allem kräftige Bourbon Whiskeys werden gerne mit großen Eiswürfeln im Glas genossen. Für und Scotch Blends und Rye Whiskeys ist diese Variante ebenfalls zu empfehlen. Durch die kühle Temperatur und das geschmolzene Wasser verändert sich zugleich der Geschmack des Whiskys. Kenner nennen dies, das Abschleifen der Ecken und der Kanten des Getränks. So wird der Drink gleichzeitig sehr viel milder. Ein Whiskey on the rocks ist ein passender Begleiter für den entspannten Abend nach der Arbeit.

Die Vorteile des gekühlten Whiskys sind vor allem, dass durch das Eis der Whiskey auf eine angenehme und passende Temperatur gekühlt wird. Dies ist vor allem im Sommer eine optimale Erfrischung. Das geschmolzene Wasser sorgt dafür, dass der Alkohol im Laufe der Zeit milder wird. Daher ist der Whiskey weniger stark und daher leichter zu trinken.

Ein solches Getränk lässt sich einfach herstellen. Dazu werden mehrere Eiswürfel in ein Whisky-Glas geben. Größere Würfel funktionieren besser, da diese langsamer schmelzen.

Danach wird der Whiskey in das Glas gegeben. Sehr elegant erfolgt das Einschenken mit einer speziellen Karaffe. Wer den Whisky gekühlt trinken und diesen dennoch nicht verwässern möchte, kann diesen mit Whisky-Steinen sehr gut verfeinern.

Das richtige Trinken des Whiskys

Whisky sollte der Genießer bestenfalls bei Zimmertemperatur trinken, ohne Eis und damit pur. Wird der Drink zu kalt, können sich die einzelnen Aromen nicht gut entfalten und der Whisky schmeckt in diesem Fall völlig anders. Das Eis hat die Eigenschaft, den Whisky sehr stark zu verwässern.

  • Die Genießer verzichten in diesem Fall auf die schönen Aromen, die so schmackhaft sind. Die Genießer aus Amerika jedoch trinken den Whiskey immer on the Rocks.
  • Generell ist es bei einem Bourbon und zugleich bei einem sehr kräftigen Blended Whisky nicht so schlimm, wenn dieser ein wenig kühler und zugleich getrunken genossen wird.
  • Zugleich sind die klimatischen Gegebenheiten im warmen Kalifornien, in Kentucky und Tennessee ganz als im eher rauen und kühlen Irland oder Schottland. Da kann der Whisky schnell zu warm werden.

Für den ungekühlten und puren Genuss eines Whiskys spricht in erster Linie die Tatsache, dass bei geringen Temperaturen viele Facetten des Geschmacks einfach ausgeblendet werden. Wer einen Whisky aus langjähriger wirklich gänzlich schmecken möchte, der sollte diesen keinesfalls kühlen, sondern bei Zimmertemperatur genießen. Vor allem am Bouquet lässt sich der Unterschied zwischen einem gekühlten Whiskey on the rocks und ungekühltem Getränk erkennen. Wo vor allem letzterer anstandslos seinen intensiven Duft verströmen kann, bleibt ein Whiskey auf Eis besonders kühl und lässt sich von seinem Reichtum an Aromen wenig anmerken.

Wenn der Genießer weiß, wie hoch der Einfluss der Nase auf den Geschmack ist, kann dieser schnell erahnen, bei welcher Trinkart das Geschmackserlebnis reichhaltiger und intensiver ist. Möchte dieser einen neu gekauften Whisky so richtig verkosten, sollte er ihn zuerst pur bei Zimmertemperatur kosten, um den unverfälschten Geschmack in voller Breite wahrnehmen zu können.

Ein hochwertiger Scotch Single Malt Whisky verbringt nicht die ganzen Jahre in den mit Sorgfalt ausgewählten Holzfässern, um im Anschluss eisgekühlt getrunken zu werden wie ein normaler Jägermeister.

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