Whisky Wissen – Tipps für Einsteiger

Diese Spirituose hat es buchstäblich in sich: Whisky (in den USA und Irland: Whiskey) wird durch Destillation aus Getreide gewonnen. Gerste, Weizen, Roggen oder Hafen werden mit Wasser vergoren und destilliert.

Nach dem eigentlichen Destillationsverfahren reift Whisky mindestens drei Jahre im Holzfass, bevor er genossen werden kann.

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Wann ist ein Whisky ein Whisky?

Erst wenn das Destillat drei Jahre im Fass reifen konnte und einen Alkoholgehalt von 40 Prozent aufweist, darf es Whisky genannt werden.

Schottischer Whisky: beliebt in aller Welt

Seinen schon fast legendären Ruf verdankt Whisky den Iren und Schotten. Auch wenn die Iren und Schotten darüber streiten, wer den Whisky erfunden hat: In beiden Ländern gilt die Spirituose als „Gut des täglichen Bedarfs“. Dank seines aromatischen Geschmacks gilt schottischer Whisky als Exporthit Nummer Eins. Denn auch international ist Whisky aus den Spirituosensortimenten nicht mehr wegzudenken.

Whisky: Blend oder Single?

In der Whisky-Welt wird zwischen den sogenannten Single-Malt-Whiskys und Blended Whiskys unterschieben. Single-Malts, oder auch Malt-Whiskys, werden aus gewälzter Geste hergestellt. Sie stammen aus einer Brennerei.

  • Für Blends werden unterschiedliche Whisky-Destillate, die zudem aus verschiedener Destillerien kommen können, zu einem Whisky vereint.
  • Das Verfahren bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass eine minderwertige Spirituose entsteht. Auch Blends können von erstklassiger Qualität sein. Blended Whiskys werden übrigens besonders gerne für Mixgetränke oder Cocktails eingesetzt.

Genuss-Knigge für Anfängerinnen und Anfänger

Ähnlich wie beim Wein sollten Whisky-Trinker nicht gleich mit den außergewöhnlichsten Sorten starten. Denn die aromakomplexen, torfig-rauchigen und würzigen Spirituosen können Nase und Gaumen zu Beginn durchaus überfordern.

1. Whiskywelt Stück für Stück erobern

Für den Einstieg ist ein wenig Geduld gefragt. Interessierte können sich nach und nach auch an außergewöhnliche, facettenreiche Whisky-Sorten ‚herantrinken‘.

2. Whisky, immer aus dem richtigen Glas

Für den gelungenen Whisky-Genuss ist ein Glas ideal, das sich nach oben verjüngt. Durch die kleinere Öffnung werden die Aromen perfekt Richtung Nase geleitet. Damit lassen sich die Nuancen, die der Whisky verströmt, optimal ‚erriechen‘.

3. Whiskyaromen für die Nase

  • Der Geruchssinn ist einer unserer wichtigsten Sinne. Denn was wir im Mund schmecken, haben wir vorher mit der Nase buchstäblich ‚erschlossen‘.
  • Vor dem ersten Schluck sollte man sich beim Whiskygenuss ausgiebig Zeit nehmen, die unterschiedlichen Geruchsfacetten auf sich wirken zu lassen.
  • Starten Sie etwas weiter entfernt vom Glas, lassen Sie den Geruchseindruck auf sich wirken und gehen dann mit der Nase auch dichter ran.

4. No-Go: Whisky auf Eis

Ein Effekt, den Whisky-Fans gar nicht lieben: gekühlter Whisky. Denn auch die charakteristische Aromen-Vielfalt der Spirituose liegt damit buchstäblich ‚on the rocks‘, die unterschiedlichen Nuancen lassen sich nicht mehr gut riechen und später auch nicht optimal schmecken. Schmelzen die Eiswürfel, verwässern sie das Destillat außerdem.

  • Als Faustregel für den optimalen Genuss gilt daher: Whisky auf Zimmertemperatur genießen.

5. Der erste Schluck

Er ist nicht der beste, dieser erste Schluck. Zunächst müssen sich die Geschmacksknospen an den Whiskygeschmack gewöhnen, das gelingt meistens auf den zweiten Schluck. Als Whiskyneuling lassen sich die Nuancen außerdem nicht direkt zuordnen. Tipp: Lassen Sie den zweiten Schluck auf sich wirken und bewegen Sie ihn im Mund. Nach und nach können dann auch tieferliegende Nuancen ‚erschmeckt‘ werden.

Whisky lagern, aber wie?

Wer sich für die Hausbar ein paar gute Whiskys zulegt, steht vor der Frage: Wie lagere ich die Spirituosen am besten? Ein Barschrank, in dem die Whiskyflaschen im Dunkeln stehen, ist optimal. Ein Karton, in dem die stehenden Flaschen auf ihren Einsatz warten, ist eine kostengünstige Alternative für alle Einsteiger. Durch den hohen Alkoholgehalt kann Whisky in der Regel auch nicht schlecht werden.

Guten (Anfänger)-Whisky erkennen

Je dunkler die Farbe, desto länger war die Reifezeit im Fass. Whiskys, die bereits nach drei Jahren auf die Flasche gezogen wurden, reifen im Glas nicht nach. Die Reifezeit bezieht sich daher immer auf die Zeit, die der Whisky im Fass reifen konnte. Sticht der Alkohol in der Nase deutlich heraus, ist die Spirituose vermutlich noch nicht sehr alt. Hat der Whisky dagegen Tiefe, spricht das für seine Qualität.

Eigenen Whisky-Geschmack entwickeln

Wer sich für die abwechslungsreiche und spannende Welt der Whiskys interessiert, sollte sich langsam ‚herantrinken‘. Nur mit Geduld lässt sich herausfinden, welche Nuancen den eigenen Geschmack besonders gut treffen – und guter Whiskygenuss gelingt.

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