Whisky & Fleisch in Kombination – Food Pairing beim Grillen – Steak & Whisky

Für viele von uns bleiben die Grills vorerst untätig. Es sei denn, du hast Lust auf ein zünftiges Wintergrillen. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, von dem zu träumen, was sein könnte. Denn eines ist sicher: Die nächste Grillsaison kommt bestimmt! Es gibt nicht viele Erlebnisse auf der Welt, die angenehmer sind, als sich um ein perfektes Holzkohlefeuer zu kümmern, während der Geruch von karamellisierendem Gemüse und brutzelndem Steak über den Hinterhof bzw. den Garten weht. Aber was wäre, wenn du all das mit einem Whisky in der Hand tun könntest?

Weniger ist manchmal mehr

Grillen ist nicht unbedingt die Zeit für hochwertige, teure Whiskys. All der Rauch macht es schwierig, olfaktorische Feinheiten aufzunehmen. Und du bist wahrscheinlich damit beschäftigt, Grillgut zu wenden oder die Kinder zu unterhalten. Aktivitäten, die sich nicht gerade für feierliche Kontemplation eignen. Du willst also einen Whisky, der nicht zu viel verlangt, dafür aber viel bietet.

Die gereiften „Supermarkt Klassiker“ bieten eine günstige Option

Das Grillen mit Tipps aus dem Grillportal COM mit tollen Rezepten ist meist lässig und entspannt, was bedeutet, dass du einen zurückhaltenden, trinkbaren Whisky benötigst, um dir und deinen Gästen Gesellschaft zu leisten – ohne dass du deine ausgefallenen Kristallgläser herausholen musst. Glücklicherweise bedeutet das nicht, dass du billigen Fusel trinken musst.

Jim Beam Black ist eine gereifte Version des klassischen Jim Beam White Label und liefert einen größeren, kräftigeren Geschmack ohne eine entsprechende große, kräftige Preissteigerung. Oder wie wäre es mit Johnnie Walker Double Black? Kombiniere Rauch mit Rauch: Johnnie Walker Double Black bringt eine kräftige Dosis Torfrauch, wird jedoch zugleich durch ein klar malziges Rückgrat ausgeglichen, das diesem Whisky Süße und Tiefe verleiht. Ein Bisschen wie ein zuckerglasiertes Gestell mit Grillrippchen. Lecker! F

Was sind sinnvolle Whisky Grill Kombinationen?

Du fragst dich vielleicht, was du mit deinen Grillfavoriten trinken solltest, wenn du Whisky in den Grillabend aufnehmen möchtest. Hier sind einige solide Empfehlungen:

  • Hamburger und Cheeseburger sind klassische Grillgerichte. Sie sind auch eines der einfachsten Gerichte, die man mit Whisky kombinieren kann. Große, kräftige Aromen passen gut zu saftigem gegrilltem Fleisch, also probiere eine hochprozentige Kentucky-Spezialität oder einen reichhaltigen, Sherried-Whisky.
  • Gegrilltes Hähnchen erfordert eine leichtere Whisky-Note, um den Geschmack nicht zu überdecken. Eine perfekte Gelegenheit für Single Grain Whiskys, bei der diese richtig zu glänzen wissen. Dezente, zarte Whiskys sind hier die beste Wahl.
  • Wenn du Hühnchen mit einigen geräucherten oder würzigen Aromen zubereitest, solltest du auf einen leichten Whisky mit nur wenig Rauch zurückgreifen (wie ein 10 Jahre alter Talisker). Das wird einige zusätzliche Nuancen aus dem Vogel herausholen, ohne deinen Gaumen zu überreizen.
  • Auch Fans von Würstchen und Hot Dogs haben Optionen. Wurstwaren erfordern einen Whisky mit etwas salzigen Tönen, was deine Augen auf einen Scotch richten sollte.
  • Und natürlich kommen auch Vegetarier nicht zu kurz. Köstliches Grillgemüse, wie geröstete Paprika, Zwiebeln und Maiskolben, haben auch ihre Whisky-Gegenstücke. Ein Kräuterwhisky kann durchaus die grünen Aromen von Gemüse verstärken.

 

Klassisches Barbecue und Whisky

Barbecue gibt es in einer Vielzahl von Stilen. Aber es ist tatsächlich eine der einfacheren Kategorien, was eine Kombination mit Whisky anbelangt. Barbecue ist generell eine vollmundige, reichhaltige und fettige Küche, die oft mit komplexen sowie herzhaft-süßen Saucen gekrönt wird, was sie zu einem natürlichen Verbündeten von Bourbon macht. Schließlich sind beides durch und durch amerikanische Produkte – natürlich passen sie zusammen! Halte dich diesbezüglich an die Klassiker. Ein Weizen-Bourbon, wie Maker’s Mark, ist eine großartige Kombination mit leichteren Grillgerichten. Für dunkleres Fleisch und herzhaftere Gerichte solltest du einen Bourbon mit einer traditionellen Mashbill in Betracht ziehen. Süße Noten von Vanille, Eiche und Gewürzen bringen das Beste aus deinem Grillgut heraus!

Steaks und Whisky – Ein kleiner Fleisch Exkurs

Steaks und Whisky ergeben ein phänomenales Duo! Die Kombination von feinem, frisch gegrilltem rotem Fleisch mit Whisky ist eine Kunst für sich und verdient besondere Aufmerksamkeit. Nur wenige Mahlzeiten sind so angenehm vorzubereiten wie Steak, das auf dem Grill zubereitet wird. Die sorgfältige Auswahl des Schnitts, der Dicke und des Alters von Steaks ist ein geschätzter Teil des Rituals. Whisky, mit Aromen von Rauch und Erde, ist ein natürlicher Partner. Aber wie sich herausstellt, erfordert die perfekte Kombination aus Whisky und Steak etwas mehr Inspektion, als du vielleicht annehmen magst.

Im Allgemeinen ist die Herkunft des Rindfleischs wichtiger als der Schnitt, wenn es darum geht, ob ein bestimmter Whisky eine gute Gesellschaft für ein Steak abgibt. Während Fettgehalt und Textur durch den Schnitt beeinflusst werden, wird die gesamte Kuh einen ähnlichen Geschmack aufweisen. In diesem Sinne solltest du auf die Umgebung achten, in der das Tier aufgezogen wurde und wie es gefüttert wurde: Mais, Getreide oder Weidegras. Sogar die Zusammensetzung des lokalen Wassers beeinflusst den Geschmack. Die Feinheiten, die in den Geschmack eines Steaks einfließen, ähneln durchaus denen, die den Geschmack und Charakter eines gealterten Whiskys bestimmen. Ein erhöhter Mineralgehalt in der Umwelt beeinflusst beispielsweise nicht nur den Geschmack, sondern auch die Grillzeit, die doppelt so lange dauern kann wie vergleichbare Stücke von anderem Rindfleisch!

Wann passt nun welcher Whisky?

Viele hochwertige Steaks haben einen metallischen Geschmack, der vom ersten Bissen an wahrnehmbar ist – eine Betonung des Bluteisengeschmacks, der in jedem rosafarbenen Steak aufwartet. Das Jod und der Rauch von Laphroaig Quarter Cask oder der vollere, aber weniger torfige Talisker sind ideale Partner, die solchem Fleisch Süße verleihen.

Natürlich stammt viel Rindfleisch von großen Farmen, die ihre Rinder mit hohem Maisgehalt füttern, was zu süßen, fetten Steaks führt, die sich für reichhaltige und abgerundete Bourbons anbieten. Grasgefütterte Tiere sind hingegen in der Regel schlanker, bringen frischeres, mageres Fleisch hervor sind und sind zumeist in kleineren Betrieben aufgezogen worden. Solches Fleisch passt gut zu trockeneren Whiskys aus Schottland; leichtere Malts für Filets und etwas schwerere Malts für fettere Stücke und Burger bieten sich an.

Während die Herkunft der Tiere den Rahmen geschmacklich absteckt, sind Schnitte auch eindeutig wichtig, da sie Eigenschaften wie Fettgehalt, das Vorhandensein von Knochen und das Potenzial für Trockenreifung beeinflussen. Das Filet ist der reinste Ausdruck des Fleisches, ohne Knochen, die eventuell den Geschmack überdecken, während ein Rib-Eye-Steak ein volles, blutiges, „beefiges“ Erlebnis bietet. Lende liegt zwischen den beiden, während der markante Knochen eines T-Bone-Steaks den nussigen, erdigen Charakter des Rindfleischs verstärkt. Dry-Aging verändert natürlich alles und intensiviert sämtliche Aromen. Und es kann großen Spaß machen, mit Whisky-Paarungen zu experimentieren, wenn man diese vielfältigen Eigenschaften verschiedener Steak-Arten berücksichtigt.

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