Wie Whisky richtig verkosten? – Erklärung

Was ist Whiskey überhaupt und warum sollte man ihn so genießen?

Viele Länder haben etwas unterschiedliche Definitionen von dem, was Whiskey ist, generell kann man aber sagen: Whiskey ist ein Getreidedestillat, welches über viele Jahre in einem Holzfass gereift ist. Wahrscheinlich sagt einem das nicht wirklich viel. Deshalb hier eine genauere Erklärung.

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Das Wort Whiskey kommt vom dänischen Wort „Uisge beatha“ und bedeutet so viel wie „Wasser des Lebens“. Sehr viele Spirituosen, die heute sehr bekannt sind, bedeutet umgangssprachlich „Wasser“. Aus dem Grund hat der Whiskey mit vielen anderen Spirituosen einen gemeinsamen Ursprung und gehört zu deren Familie. Das, was den Whiskey erst einzigartig macht und ihn von den anderen unterscheidet ist sein Reifeprozess im Holzfass.

Whisky – Reifeprozess im Fass

Dieser ist nämlich der wesentliche Schritt bei der Herstellung. Whiskey reift über viele Jahre in Fässern, die teilweise aus ganz unterschiedlichen Ländern und Regionen stammen. Nur Eichenholz darf für die Reifung benutzt werden, da andere Hölzer entweder unangenehme Aromen oder Hartz abgeben, welche auf keinen Fall in den Whiskey gelangen dürfen. Bei den Eichenarten gibt es allerdings auch noch Unterschiede.

Aufnahme von Aromen für den Geschmack

  • Während der Lagerung in den Eichenfässern nimmt der Whiskey viele Aromen auf, die seinen Geschmack schlussendlich sehr beeinflussen können.
  • Daraus resultiert, dass es heutzutage unglaublich viele Whiskey Sorten und Geschmäcker auf dem Markt gibt.
  • Neben dem Geschmack nimmt der Whiskey allerdings auch die Farbe des Holzes an, in dem er gereift wird.
  • Aufgrund der langen Reifung, die mindestens drei Jahre beträgt, ist der Whiskey in den meisten Fällen so teuer. Aus dem Grund sollte man ihn genießen. Wie man den Whiskey nun richtig verkostet, wird später noch erklärt.

Wie schmeckt Whiskey?

Die meisten Whiskeys schmecken eher süßlich mit einer Note von Vanille oder Karamell. Das liegt daran, dass er in Eichenholz gereift ist, welches dieses besondere Aroma abgibt. In der Regel ist es die amerikanische Weißeiche. Es gibt aber auch Whiskeys, die einen eher rauchigen oder würzigen Charakter haben.

Die meisten Whiskeysorten werden aus unterschiedlichen Getreidesorten wie beispielsweise Weizen, Mais und Roggen hergestellt. Dies führt außerdem dazu, dass es so viele auseinandergehende Geschmäcker gibt. Letztendlich besitzt jeder Whiskey ein individuelles Aromenprofil, welches sich zusammensetzt aus dem Getreide und der Reifung im Fass. Des Weiteren hat jedes Land seine eigenen Produktions- und Herstellungsbedingungen.

Wie trinkt man den Whiskey richtig?

Es ist ratsam mit einem sehr niedrig prozentigen Whiskey anzufangen, wenn man noch nie Whiskey probiert hat. Diese fangen bei circa 40 oder 43% an. Davon dann etwas pur in ein Whiskeyglas geben, ohne Wasser oder Eiswürfel.

Ein paar Vorschläger für gute Einsteigerwhiskeys findet ihr hier:

  • Jim Beam White Label: 40%, ca. 11 Euro
  • Aberfeldy 12 Jahre: fruchtig und mild, ca 35 Euro
  • Talisker 10 Jahre: maritim und rauchig, ca 33 Euro
  • Glenmorangie 10 Jahre: mild und fruchtig, ca 33 Euro
  • Auchentoshan Three Wood: trocken, samt und fruchtig, ca 42 Euro

Also, wie trinkt man denn den Whiskey jetzt richtig?

An sich gibt es viele auseinandergehende Meinungen, wie man Whiskey richtig trinkt. Generell sagt man aber, dass man einen kleinen Schluck Whiskey in ein Glas gibt, etwas Eiswürfel dazu gibt und ihn pur genießt. Der Nachteil? Die Aromen eines wirklich guten Whiskeys entfalten sich erst, wenn er ungefähr auf Zimmertemperatur ist. Den meisten schmeckt es aber mit Eiswürfeln oder beispielsweise mit einem Schluck Wasser am besten. Es sollte also jeder für sich entscheiden, wie er seinen Whiskey am liebsten mag.

Dann stellt sich noch die Frage: Welche Gläser sind am besten geeignet? Große oder kleine Gläser? Dünn oder Dick?

Bei Whiskeyverkostungen wird es grundsätzlich so gehandhabt, dass dort eher kleine dünne Gläser benutzt werden, die wie eine Tulpe aufgebaut ist. Da bei Verkostungen eher der Geruch an erster Stelle steht und nicht der Geschmack, kann dank der Tulpenform das Aroma nicht so schnell entweichen und kann mit der Nase intensiv aufgenommen werden. Ob die Tulpe nun einen Stiel hat oder nicht, ist eher dem optischen Geschmack überlassen.

Die meisten benutzen beim privaten Trinken von Whiskey eher eckigere Gläser mit einem dickeren Boden, damit die Eiswürfel im Glas nicht so schnell schmelzen. Tipp: Eiswürfel sollen generell NICHT beim Whisky Genuss verwendet werden!

Fazit

Es gibt drei Arten den Whiskey zu trinken oder zu verkosten: Pur, auf Eis oder verdünnt mit Wasser. Schlussendlich ist es jedem selbst überlassen, wie er sein Whiskey trinkt. Das einzig wichtige ist nur, dass man ihn schätzt und genießt.

Zum Schluss noch Tipps und Tricks um das Whiskey trinken noch stilvoller zu gestalten, als es sowieso schon ist:

  • 1. Whiskeys lassen sich auch super in gemischten Drinks genießen. Zahlreiche Cocktails und Longdrinks setzen auf die außergewöhnlichen Aromen des Whiskeys.
  • 2. Schon einmal daran gedacht Whiskey heiß zu trinken? Im heißen Zustand kommen die Aromen besonders gut zur Geltung. Im Zusammenhang mit dem heißen Whiskey ist vor allem der „Hot Toddy“ beliebt. Mit seiner Kombination aus heißem Whiskey, Honig und Zitrone und etwas Kräutern wärmt er den Körper und die Seele. Außerdem werden ihm heilende Kräfte bei einer Erkältung zugesprochen.

Und nun: Viel Spaß beim Ausprobieren und beim Genießen Eures Whiskeys!

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