Bester Whisky für Anfänger – Wissen

Das Geheimnis des Whiskys für Einsteiger erklärt & Trinkempfehlungen

Whisky ist weltbekannt. Jeder hat schon einmal etwas von ihm gehört. In Deutschland gibt es ihn zwar auch zu kaufen, aber trotzdem sind Bier und Schnaps im Land besser verbreitet.

Whisky für Einsteiger & Trinkempfehlungen | Wagemut Taste Academy

In Deutschland gibt es eher Bierbrauereien und Weinanbau, wobei die Heimat des Whiskys gar nicht so weit weg ist. Der Besuch einer Whiskybrennerei ist, neben der wunderschönen Landschaft der Länder, die Reise nach Schottland oder Irland wert.

Whisky gilt immer noch eher als „Männergetränk“ und nur wenige kennen die vielen unterschiedlichen Seiten von ihm. Doch auch für Frauen gibt es super Marken und durch Aromen wie Vanille, Apfel oder Rose werden Whiskys sympathischer für sie.

Geschichte des Whiskys

Es ist nicht ganz sicher, ob die ursprünglich erste Destillation von Whisky in Schottland oder Irland stattfand. Das Destillierverfahren an sich stammt aus dem Arabischen Raum, früher wurde es nicht für die Herstellung von trinkbaren Spirituosen, sondern für die Produktion von Parfum und Arzneimitteln genutzt.

Mit der Zeit kam dieses Verfahren vom Nahen Osten in den europäischen Raum. Überlieferungen zufolge soll der Nationalheilige Irlands, St. Patrick, die Lehre der Destillation in Frankreich gelernt und sie zusammen mit der christlichen Lehre auf die Britische Insel gebracht haben. Somit wurden die Kelten christlich und begannen mit dem beigebrachten Wissen selber Branntwein (auch Aquavit) herzustellen. Ende des 15. Jahrhunderts wurde Aquavit erstmals offiziell in Steuerunterlagen erwähnt.

Durch große Mengen an Malzkäufen wurde klar, dass immer mehr Menschen im Land selber brannten. Das Malz in Irland und Schottland war meistens aus Gerste. Der fertige Alkohol war jedoch noch kein Whisky, wie wir ihn heute kennen, er war eher eine Art klare Flüssigkeit, die mit verschiedensten Aromen versetzt war.

  • Im 18. Jahrhundert fingen die Brennereien an ihren Brand in Holzfässern einzulagern, dadurch bekam der Whisky seine heutige Farbe und seinen heutigen Geschmack.
  • Als sich immer mehr Briten, Iren und Schotten in Amerika ansiedelten, brachten sie den Whisky auch dorthin.
  • Gerste war in dieser Region sehr schwer anbaubar, deshalb probierten sie es mit Roggen und Weizen. So entwickelten sich in den USA und in Kanada andere Varianten des Whiskys.

Der Geschmack von Whisky

  • Wenn man mit dem „leichtesten“ Geschmack anfängt, dann ist dieser süß. Meist hat der Whisky dann Karamell- oder Vanillenoten, er schmeckt nach braunem Zucker, Honig oder süßen Früchten, wie Datteln.
  • Dieses unverwechselbare Aroma entsteht durch die jahrelange Lagerung in besonderen Fässern, beispielsweise in Bourbonfässern oder in Fässern, in denen zuvor Rum oder Likörweine gelagert waren. Zusätzlich verleiht eine minimale Verdünnung mit Wasser dem Whisky eine leichte Süße.

Ebenso treten durch eine Verdünnung der Spirituose die blumig floralen Akzente eines Whiskys mehr in den Vordergrund. Er duftet und schmeckt bereits zart nach Blumen, wie Rosen, Jasminblüten oder Lilien. Es sind nicht nur Blumenarten die unter diese Geschmacksrichtung fallen, sondern auch frische Kräuter und Gräser, oder auch Heu und die Erinnerung an eine bunte Wiese.

Die fruchtigen Nuancen eines Whiskys entstehen bei der Lagerung in bestimmten Fässern. Bei dem Lagern in ehemaligen Weiß- oder Rotweinfässern, schmeckt der fertige Whisky später entweder nach hellen Früchten, wie Pfirsichen und Zitrusfrüchten, oder nach dunklen Trauben und Beeren.

  • Stärkere unverdünnte Whiskys bringen meist einen malzigeren Geschmack mit sich. Das ist auch logisch, da sie schließlich hauptsächlich aus Gerstenmalz hergestellt sind. Der Geschmack erinnert an Bier.

Ein holziger Whiskygeschmack entsteht, wie bei fruchtigen Noten, in der Einlagerung je nach Holzart des Fasses. Weißes Eichenholz gibt dem Whisky süße Vanillearomen. Während ein tief kräftiger Holzgeschmack erst nach jahrelanger Bleibe in Eichenfässern entsteht.

Jetzt kommt eine besondere Geschmacksnote, nämlich die salzige maritime. Sie ist etwas für Entdecker neuer Geschmäcker. Dieser einzigartige Geschmack entsteht nicht durch die Lagerung in Holzfässern, sondern durch die Lagerung an speziellen Orten. Wenn sich der Lagerort einer Brennerei in Küstennähe befindet, der Whisky in Höhlen oder Salzgrotten reift, bildet sich die Note von Torf, Seetang und Salz. Dem Whisky wird sozusagen ein Hauch der Meeresbrise verliehen.

Die letzte Geschmackskategorie von Whiskys ist die rauchig torfige. Ähnlich wie bei den salzig maritimen Whiskys lagert die Spirituose für längere Zeit in der Nähe von Torf und Moos. Das bedeutet, dass sich die meisten Brennereien am Meer oder auf Inseln befinden. Den Geschmack und Geruch kann mit dem von Rauch, Rinde oder dem eines Kaminfeuers beschreiben.

Wie trinkt man den Whisky am besten?

Single Malt Whiskys trinkt man bei Zimmertemperatur und ohne die Verdünnung mit Eiswürfeln. Die original schottischen und irischen Whiskys sollten unverdünnt getrunken werden, wobei bei einigen stärkeren als Empfehlung gilt, dass sie für einen sanfteren Geschmack und niedrigeren Alkoholgehalt mit ein paar Tropfen Wasser gemischt werden können.

  • Jedoch nur mit Wasser und nicht mit Eiswürfeln. Vor allem süßere und blumige Whiskysorten entfalten den jeweiligen Geschmack besser, wenn sie mit Wasser verdünnt sind.

Amerikanische Whiskys haben eine andere Struktur und werden oftmals mit Eiswürfeln angeboten, dies schadet der Aromaentfaltung nicht so sehr. Möchte man z.B. einen Bourbonwhisky kühl probieren, kann man dazu Whiskysteine in das Glas geben, sie kühlen, aber verwässern den Inhalt nicht.

Das richtige Glas für Whisky

In vielen Werbungen und Filmen sieht man wie Whisky in Tumbler-Gläsern getrunken wird. Das sind die kleineren breiten Gläser mit dickem Boden. Für einfachere Whiskys sind sie ganz gut geeignet. Will man allerdings einen teureren aromatischeren Whisky verkosten, benötigt man ein Glas mit einer kleineren Öffnung. Es gibt spezielle Nosing- und Stielgläser, die genau dafür gedacht sind. Sie wird man bereits von einer Schnapsprobe kennen. Der Geruch und die Aromastoffe ziehen so nicht an der Nase vorbei, sondern gehen direkt in sie.

Menschen, die selten oder nie Whisky trinken, schmecken am Anfang hauptsächlich den starken Alkoholgeschmack heraus. Um die kompletten Facetten des Whiskys zu entdecken, ist es hilfreich wenn sie mehrere Schlucke hintereinander trinken. Der Whisky sollte im besten Fall alle Geschmacksrezeptoren der Zunge berühren, so kann man die unterschiedlichen Noten wahrnehmen.

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